Zeitungsartikel Verbandsliga Südwest Spieljahr 2011/2012

 

 

   
   
   
 
 
 
 
 
   
   
   
   
 
 
 
 
   
   
 
   

TSG Pfeddersheim ist Tabellenführer

31.10.2011 03:00 Uhr - KAISERSLAUTERN

SPITZENREITER TSG Pfeddersheim durch 3:1-Sieg in Kaiserslautern auf Platz eins / Erstes Tor für Kiefel

(csr). Es ist geschafft: Das wochenlange Warten auf einen Punktverlust von Spitzenreiter TDSV Mutterstadt ist seit gestern für die TSG Pfeddersheim beendet. Einen Tag nach dem Pfeddersheimer 3:1 (1:0)-Sieg bei der TSG Kaiserslautern kam der TDSV gegen den TuS Hohenecken lediglich zu einem 1:1-Remis. Die Folge: Ins direkte Duell am nächsten Samstag geht die TSG als Tabellenführer.

Der Sieg in Kaiserslautern war für Trainer Norbert Hess verdient. Der Unterschied? „Wir haben deren Fehler gnadenlos ausgenutzt. Das hat den Unterschied ausgemacht.“

Fehlerlos waren auch die Pfeddersheimer nicht. Speziell in der Anfangsphase kamen die Gäste auf dem schwer bespielbaren und kleinen Platz nicht auf Touren. Ein aggressiver Gegner, der zudem schnell auch eine gute Portion an Potenziel erkennen ließ, tat sein übriges. „Da wurde deutlich, warum die gegen Mutterstadt und Hohenecken gewonnen haben“, zog Hess seinen Hut - und schnaufte durch, dass Keeper Thorsten Müller bei den zwei, drei Möglichkeiten der Platzelf auf dem Posten war.

Nach einer Viertelstunde waren die Pfeddersheimer endlich wach. Und zehn Minuten später lagen sie vorne. Bei einem zu kurz geratenen Abschlag des Lauterer Schlussmanns Matthias Jungmann schnappte sich Dennis Seyfert an der Mittellinie die Kugel, tanzte einen Gegenspieler aus, um den Ball dann auch schon vors Tor zu flanken. Einen dankbaren Abnehmer fand er in Kevin Gotel, der einköpfte. „Das war natürlich sehr wichtig“, ballte Hess, der zuvor allenfalls einen Fernschuss von Seyfert notiert hatte (15.), erstmals die Siegerfaust. Und er lobte artig seine Hauptdarsteller: „Herausragend gespielt - schnell nach vorne.“

Mit der gewonnenen Sicherheit hatten die TSGler das Geschehen fortan im Griff. Und zwanzig Minuten nach der Pause sollte das artige Warten auf den nächsten Schnitzer der Gastgeber belohnt werden. Als sich der nachsetzende Gotel die Kugel erkämpfte, um sie flach ins lange Eck zu schieben, war es sein zweites „sehr wichtiges Tor“ (Hess). Der Gast war jetzt auf der Siegerstraße.

Sechs Minuten vor Schluss durfte sich der Torschütze sein Sonderlob abholen und wurde durch den A-Jugendlichen Kevin Kiefel ersetzt. Und nur zwei Minuten danach stockte Hess der Atem, war doch Manuel Schohl bei einer Ecke am kurzen Pfosten schneller als die Pfeddersheimer Björn Miehe und Igor Alexis - und die Kugel zappelte im Netz. „Das kann noch mal eng werden“, schoss es Hess durch den Kopf. Doch zwei Minuten später folgte die Erleichterung. Die Platzelf setzte alles auf eine Karte - und TSGler Mathias Tillschneider startete ein 50-Meter-Solo, an dessen Ende er (Hess: „Für einen Schuss hatte er keine Kraft mehr“) auf den mitgelaufenen Kiefel ablegte. Der traf.

TSG Pfeddersheim: Müller - Edel, Miehe, Lang, Alexis - Klotz, Tillschneider - Scheuermann (60. Schulz), Seyfert, Ben-Omrane (46. Oswald) - Gotel (84. Kiefel)

 
 

 

In Pfeddersheim hat Hess etwas in der Hinterhand

28.10.2011 - PFEDDERSHEIM

Von Carsten Schröder

VERBANDSLIGA TSG Pfeddersheim muss beim Tabellenvierten ran / Kader arg ausgedünnt

Die TSG hatte vorgelegt, doch der Spitzenreiter zog nach. Einen Tag nach dem 2:0-Erfolg der TSG Pfeddersheim gegen Schott Mainz ging der TDSV Mutterstadt mit 4:1 bei Südwest Ludwigshafen siegreich vom Platz - und verteidigte so erfolgreich die Spitze der Fußball-Verbandsliga. Unter den Augenzeugen war auch TSG-Trainer Norbert Hess, für den die Eindrücke vom vergangenen Sonntag aber (noch) keine Rolle spielen. Er schaut nur auf den nächsten Gegner: Am Samstag geht es zur TSG Kaiserslautern.

Wenn Norbert Hess sagt, er wolle unbedingt gewinnen, um im nächsten Heimspiel ein echtes Spitzenspiel zu haben, dann wird aber doch deutlich, dass es mit dem „von Spiel zu Spiel“ momentan etwas schwer fällt. Am Samstag nächster Woche kommt der Spitzenreiter nach Pfeddersheim, bereits am Dienstag steigt die Pokalpartie gegen Oberligist SV Gonsenheim. Der TSG-Trainer bestimmt aber: Thema ist nur die nächste Aufgabe. „Dafür werde ich sorgen.“ Zumal außer Frage steht, dass die Fahrt in die Pfalz kein Zuckerschlecken wird.

Als Beleg muss Norbert Hess nur auf ein paar Resultate verweisen: Beim TuS Hohenecken haben die Lauterer gerade mit 1:0 gewonnen, auch bei Schott Mainz gelang ein 1:1. Und Spitzenreiter Mutterstadt hat seine einzige Niederlage in Kaiserslautern kassiert - 0:2. Ihre Punkte holen die Lauterer also mit Vergnügen gegen die vermeintlichen Topteams. „Unser Ziel muss es sein, besser als Hohenecken und Mutterstadt zu sein“, gibt Hess nun vor.

Dabei tut sich der TSG-Trainer gar nicht schwer, die Klasse der Lauterer an ein paar Personen festzumachen. Er nennt zuerst Stürmer Manuel Schohl, dazu Daniel Haag als Denker und Lenker, der mit seinem Tor vergangene Woche die Partie in Hohenecken entschied. Oder auch Artem Arttemov. „Einer des besten Linken in der Liga.“

Genau davon hat Hess gar keinen. Überhaupt hatte er unter Woche im Training ziemlich wenig. Mit einer Grippe meldete sich Dennis Seyfert ab, auch Kevin Gotel (Knöchel), Mathias Tillschneider (Pferdekuss) und Dennis Reidenbach (Entzündung) pausierten. „Wir waren ausgedünnt“, beschreibt Hess eine wenig optimale Vorbereitung. Zwar steht die Qualität seiner Reservisten für ihn außer Frage, er hofft aber doch, am Samstag ohne Veränderungen auszukommen. Zumal: „Ich habe gerne Spieler in der Hinterhand, von denen ich weiß, das etwas passiert, wenn sie reinkommen.“

 
 
 
 
   
 
 
   
   
 
   
   

Finther Fünferpack

10.10.2011 - MAINZ

Von Torben Schröder

VERBANDSLIGA Fontana schlägt TSG Kaiserslautern 5:0 / Tasci und Rekus überragend

„Das war doch mal schön heut.“ Als der letzte Ärger sich gesetzt hatte, konnte Fontana Finthens Trainer Werner Orf durchatmen. 5:0 hatte der Fußball-Verbandsligist gegen die TSG Kaiserslautern gewonnen. Doch dass der von Spielern aus der zweiten Finther Mannschaft geforderte Innenverteidiger Peter Schlosser in der 90. Minute zum Strafstoß antrat und an Gäste-Keeper Matthias Jungmann scheiterte, brachte den Übungsleiter so sehr auf die Palme, dass er seine völlig verdutzte Mannschaft direkt nach dem Abpfiff ordentlich in den Senkel stellte.

Dabei hatte Orf allen Grund, zufrieden zu sein. Mit viel Einsatz, Disziplin und enormer Spielfreude zerlegte seine Elf den Favoriten aus der Pfalz, der erst vor Wochenfrist Spitzenreiter TDSV Mutterstadt 2:0 besiegt hatte. „Die haben uns unterschätzt“, urteilte Finthens Trainer, der erstmals in dieser Saison auf den nach langer Verletzungspause wieder genesenen Cihad Tasci gesetzt hat - und damit goldrichtig lag.

In der 23. Minute dribbelte Schlosser durchs Mittelfeld und legte raus auf Tasci, der maßgenau auf Thomas Rekus in die Mitte spielte - das 1:0. In der 44. Minute flankte Tasci auf Sturmpartner Dominik Hammel, der kaum mehr anders konnte, als zum 2:0 einzunicken. In der 59. Minute fummelte sich Tasci gegen drei Gegenspieler durch, der Ball kam zu Rekus, der zum 3:0 einschoss. Und in der 61. Minute krönte Tasci seine überragende Leistung mit einem satten Schuss aus 20 Metern ins obere Toreck zum 4:0. Drei Minuten vor Schluss - Tasci hatte sich bereits seinen Applaus abholen dürfen - flankte Timo Ritterböck auf Rekus, der sein drittes Tor erzielte. Zwischenzeitlich ließen die Finther eine handvoll bester Kontergelegenheiten liegen, in der 53. Minute traf Patrick Zimmermann die Latte - das Ergebnis hätte noch deutlich höher ausfallen können.

Es war ein beeindruckender Vortrag der Finther, die mit konsequenter Manndeckung gegen das Angriffstrio der TSG vorgingen und zudem auf einen starken Dennis Kandel setzen konnten, der dreimal gegen Manuel Schohl (37., 56., 63.) klasse parierte. Hinzu kam gutes Timing beim 2:0 und 3:0; beide Tore fielen in einer Drangphase der Gäste. „Ich hab den Jungs gesagt, dass sie in dieser Liga jeden Gegner schlagen können, wenn sie ich konzentrieren“, sagte Orf. Am kommenden Wochenende geht es zu Spitzenreiter Mutterstadt...

 
 
 
 
   
   
 
 
 
 
 
   
     
     

Derbe Klatsche nach der Pause

05.09.2011 - BODENHEIM

Von Torben Schröder

VFB BODENHEIM 0:6 gegen TSG Kaiserslautern

Abstiegskampf war ausgerufen - es wurde zum Debakel. Gegen die bisher sieglose TSG Kaiserslautern bezog Fußball-Verbandsligist VfB Bodenheim eine 0:6 (0:1)-Klatsche. Und half selbst eifrig mit: Beim 0:1 vertändelt Innenverteidiger Diego Uhlig den Ball im eigenen Strafraum gegen Steffen Kühner, der Manuel Schohl bedient (27.). Es ist die vorläufige Krönung eines an spielerischem Niveau kaum zu unterbietenden Auftritts beider Mannschaften. Der VfB steht tief, rückt kaum raus, hat kaum eine Balleroberung im Mittelfeld, wirkt unsortiert und fahrig. Doch plötzlich, in Minute 44, steckt Spielertrainer Oliver Rapp auf Dennis Bingenheimer durch, der jedoch aus bester Position denkbar harmlos abschließt. Das war’s an Spielerischem vom VfB, und zwar über die gesamte Spielzeit.

Klar, es ist heiß, sehr heiß. Und in der Halbzeitpause hat der VfB bei nur einem Tor Rückstand die Gelegenheit, sich zu sammeln. Doch was in Durchgang zwei geschieht, ist kaum zu glauben. Nach den mangels Gegenwehr hübsch herausgespielten 0:2 durch Heiko Batista-Meier (53.) brechen alle Dämme. Simon Riebel will Keeper Christoph Hornischer am eigenen Strafraum anspielen, doch Gäste-Stürmer Schohl spritzt dazwischen - 0:3 (55.). Hornischer, hierbei noch schuldlos, legt nach: Das Dribbling gegen Schohl geht gerade noch so gut, aber der Befreiungsschlag landet 20 Meter vorm leeren Tor in den Füßen von Batista-Meier - 0:4 (59.). Die Kaiserslauterer, bislang alles andere als überzeugend, wissen kaum wie ihnen geschieht. „Weiter so“, animiert Kapitän Artem Arttemov - und kann das Grinsen kaum unterdrücken. Und es geht weiter, Jan-Eric Barz (69.) und Shkodran Rexhaj (81.) dürfen jeweils rechts vom Tor völlig frei stehend einnetzen.

Dass die Bodenheimer sich wehren, sich aufbäumen, zumindest irgendeine Reaktion zeigen, ist zu keinem Zeitpunkt im Spiel zu erkennen. Uhlig spielt offenkundig gezielt gegen die ungeliebte Innenverteidiger-Position, die ins Team rotierten Gökhan Akinci und Faruk Celik sowie die eingewechselten Niklas Becker und Igor Heizmann bleiben ohne Impuls.

Dennis Bingenheimer produziert im Mittelfeld Fehlpässe im Minutentakt, und das von Rapp, der selbst angeschlagen ins Spiel gegangen war, geforderte Kurzpassspiel bleibt unerkennbar. „Bei ein paar Spielern war nach einer halben Stunden von Motivation keine Rede mehr“, kritisiert Rapp nach dem Spiel moderat. Hätten die mehr als mittelmäßigen Pfälzer ihre weiteren Hundertprozenter genutzt, es wäre zweistellig ausgegangen. Und kein Bodenheimer hätte sich beschweren können. Vielleicht war es aber auch ein Warnschuss zur rechten Zeit.

VfB Bodenheim: Hornischer - Riebel, Kulinski, Uhlig, Kari-Kari - G. Akinci (46. Heizmann), Todaro (20. Becker), Bingenheimer, Celik (69. Porth) - Rapp, A. Oriana.