SPITZENREITER TSG Pfeddersheim durch 3:1-Sieg in Kaiserslautern auf Platz eins / Erstes Tor für Kiefel
(csr). Es ist geschafft: Das wochenlange Warten auf einen Punktverlust von Spitzenreiter TDSV Mutterstadt ist seit gestern für die TSG Pfeddersheim beendet. Einen Tag nach dem Pfeddersheimer 3:1 (1:0)-Sieg bei der TSG Kaiserslautern kam der TDSV gegen den TuS Hohenecken lediglich zu einem 1:1-Remis. Die Folge: Ins direkte Duell am nächsten Samstag geht die TSG als Tabellenführer.
Der Sieg in Kaiserslautern war für Trainer Norbert Hess verdient. Der Unterschied? „Wir haben deren Fehler gnadenlos ausgenutzt. Das hat den Unterschied ausgemacht.“
Fehlerlos waren auch die Pfeddersheimer nicht. Speziell in der Anfangsphase kamen die Gäste auf dem schwer bespielbaren und kleinen Platz nicht auf Touren. Ein aggressiver Gegner, der zudem schnell auch eine gute Portion an Potenziel erkennen ließ, tat sein übriges. „Da wurde deutlich, warum die gegen Mutterstadt und Hohenecken gewonnen haben“, zog Hess seinen Hut - und schnaufte durch, dass Keeper Thorsten Müller bei den zwei, drei Möglichkeiten der Platzelf auf dem Posten war.
Nach einer Viertelstunde waren die Pfeddersheimer endlich wach. Und zehn Minuten später lagen sie vorne. Bei einem zu kurz geratenen Abschlag des Lauterer Schlussmanns Matthias Jungmann schnappte sich Dennis Seyfert an der Mittellinie die Kugel, tanzte einen Gegenspieler aus, um den Ball dann auch schon vors Tor zu flanken. Einen dankbaren Abnehmer fand er in Kevin Gotel, der einköpfte. „Das war natürlich sehr wichtig“, ballte Hess, der zuvor allenfalls einen Fernschuss von Seyfert notiert hatte (15.), erstmals die Siegerfaust. Und er lobte artig seine Hauptdarsteller: „Herausragend gespielt - schnell nach vorne.“
Mit der gewonnenen Sicherheit hatten die TSGler das Geschehen fortan im Griff. Und zwanzig Minuten nach der Pause sollte das artige Warten auf den nächsten Schnitzer der Gastgeber belohnt werden. Als sich der nachsetzende Gotel die Kugel erkämpfte, um sie flach ins lange Eck zu schieben, war es sein zweites „sehr wichtiges Tor“ (Hess). Der Gast war jetzt auf der Siegerstraße.
Sechs Minuten vor Schluss durfte sich der Torschütze sein Sonderlob abholen und wurde durch den A-Jugendlichen Kevin Kiefel ersetzt. Und nur zwei Minuten danach stockte Hess der Atem, war doch Manuel Schohl bei einer Ecke am kurzen Pfosten schneller als die Pfeddersheimer Björn Miehe und Igor Alexis - und die Kugel zappelte im Netz. „Das kann noch mal eng werden“, schoss es Hess durch den Kopf. Doch zwei Minuten später folgte die Erleichterung. Die Platzelf setzte alles auf eine Karte - und TSGler Mathias Tillschneider startete ein 50-Meter-Solo, an dessen Ende er (Hess: „Für einen Schuss hatte er keine Kraft mehr“) auf den mitgelaufenen Kiefel ablegte. Der traf.
TSG Pfeddersheim: Müller - Edel, Miehe, Lang, Alexis - Klotz, Tillschneider - Scheuermann (60. Schulz), Seyfert, Ben-Omrane (46. Oswald) - Gotel (84. Kiefel)



















































